Germans bring Geburtstagskuchen to work
Ein Kollege, Marco, kommt mit einer großen Tüte in den Pausenraum. Er schmunzelt geheimnisvoll. Heute ist Marcs Geburtstag, und das Team wirkt neugierig, wie der Tag verlaufen wird. In vielen deutschen Büros ist es üblich, dass die Geburtstagsperson Kuchen mitbringt, damit alle teilen.
Marco erklärt staunend, dass das Kuchenmitbringen eine direkt gewünschte Geste der Kollegen ist.
Die Torte ist oft Napfkuchen oder einfache Süßspeisen, meist selbst gemacht und mit Kaffee serviert. Manchmal gibt es auch gekaufte Backwaren oder kleine Leckereien statt eines eigenen Kuchens. Kerzen stehen bereit, und eine Geburtstagslieder erklingt, ganz wie allgemein üblich in Deutschland. Der Brauch gehört zum breiteren Kaffee-und-Kuchen-Klima, das nachmittags Kaffee mit Kuchen umfasst.
Neben Geburtstagen werden auch andere Meilensteine wie neue Kollegen oder Abschiede gefeiert. In Artikeln über Büroetikette werden solche Kuchenbeiträge regelmäßig als gängiges Muster beschrieben. Historisch geht die Geburtstagstorte mit Kerzen in Deutschland bis ins 18. Jahrhundert zurück. Eine präzise Gründerperson oder ein festgelegtes Datum gibt es in der Praxis nicht.
Der Brauch taucht als soziale Norm in modernen Arbeitswelten auf und wird berichtet. Manchmal begleitet Sekt das Kuchenstück, doch der Kern bleibt das Teilen unter Kolleginnen. Und so ist klar: Die Geburtstagsperson bringt Kuchen mit, damit er mit den Kolleginnen geteilt wird.